18. Naturhornseminar Kloster Hedersleben 2020

Rückblick 2020

Das Seminar 2020 wird als „Corona-Seminar“ in die Chronik eingehen! Viele der ursprünglich registrierten Teilnehmer*innen haben ihre Anmeldung wegen der Corona-Pandemie storniert, so dass am Ende nur noch 20 Bläser*innen übrigblieben. Diese profitierten bei vier Dozenten von einem einmaligen Betreuungsverhältnis und neben den üblichen Angeboten der Option auf Einzelunterricht. Die Zahl von vier Dozenten wollte und konnte der Förderverein im Hinblick auf das Konzert und zur Sicherung der Vielfalt der thematischen Angebote nicht unterschreiten, auch wenn dies nur mit einem größeren Zuschuss aus den Rücklagen finanzierbar war. Die Corona-Situation sorgte allerdings auch bei den Dozenten für Turbolenzen: am Vorabend des Seminars musste Joaquim Palet absagen, um einen erkrankten Orchesterkollegen zu vertreten. Glücklicherweise konnte Lars Schmeckenbecher (geb. Mechelke) für ihn einspringen (wenn auch erst ab Freitagabend) und Christoph Moinian musste am Donnerstagvormittag auch noch mal zu einer Festvertretung nach Schwerin. So startete das Seminar zunächst mit Stefan Oetter und Jörg Schulteß mit dem Vorblasen im Kreuzgang-Innenhof. Um Wiederholungen zu vermeiden, konzentriert sich der Rückblick auf die Besonderheiten dieses Jahres. Bezüglich des allgemeinen Seminarablaufs sei auf den ausführlichen Rückblick 2019 verwiesen.

Für einen Quantensprung hinsichtlich der Verpflegung sorgte die Einstellung des neuen Klosterküchenchefs Andreas Geiger, der uns mittags und abends je ein fantastisches Dreigängemenü kreierte, wobei man abends noch dazu zwischen zwei oder drei Hauptgerichten auswählen konnte! Dafür gibt es von uns drei Kochmützen! Spätestens jetzt ist die Erkenntnis gereift, dass die Qualität eines Seminars nicht zuletzt auch durch den Magen geht!

Zum Gelingen des Seminars trug auch das hervorragende spätsommerliche Wetter bei, das es ermöglichte, so gut wie alle Veranstaltungen im Freien durchzuführen. Der weitläufige Klosterpark und der Innenhof bieten dafür die besten Voraussetzungen und sorgten für einen starken Erlebniswert!

Im Rahmen des Themenabends am Freitag erlebten wir eine offene Konzertprobe unseres inzwischen kompletten Dozentenquartetts! Die hervorragende Akustik und gleichzeitige Intimität des Kreuzgang-Innenhofs verzauberten uns in der hereindämmernden Abendstimmung. Zu den Klängen der Hörner gesellten sich hoch über unseren Köpfen dahinjagende Fledermäuse.

Das öffentliche Konzert am Sonnabend war wegen des im Vergleich zum letzten Jahr früheren Sonnenuntergangs auf 16:30 Uhr angesetzt und fand unter den vorgegebenen Corona-Hygieneauflagen statt. Im Innenhof konnten die Stühle für das Publikum mit genügendem Abstand verteilt werden, so dass die rund 30 Besucher*innen und wir gut Platz hatten. Eine Gruppe von Seminarteilnehmer*innen spielte zu Beginn „La Tivoli“ und „Noces du Chasseurs“ (® Video in der Fotogalerie), ein weiteres Quartett gab uns mit drei Stücken die diffizile Klangwelt der Inventionshörner zu Gehör. Den Hauptteil des Konzerts bestritt unser Dozentenquartett mit Werken von Anton Richter, Carl August Hänsel, Franz Abt und Constantin Homilius. Dabei erklangen sowohl Inventionshörner als auch Waldhörner. Es war von Vorteil, dass wir die Stücke schon einmal gestern Abend gehört hatten – so setzte sich der ein oder andere Ohrwurm fest!

Am Sonntag trafen wir uns vor dem Mittagessen zu einer Stuhlkreis-Abschlussrunde im Innenhof und bedankten uns bei allen Akteuren, besonders auch dem Kloster-Team und der Küche! Natürlich durfte auch der traditionelle „Massenkeil“ (der Begriff mutet dieses Jahr etwas übertrieben an) nicht fehlen, bevor wir ein letztes Mal vor der Abreise das hervorragende Essen genießen durften.

Wir haben in vielerlei Hinsicht ganz viel Glück gehabt und es war ein schönes Seminar – Christoph Moinian sagte in der Schlussrunde, es sei sein schönstes Seminar überhaupt gewesen! Wir haben alle das wundervolle Ambiente genossen, das Herzblut, mit dem die Dozenten bei der Sache waren, die Freundlichkeit des Kloster-Teams, und wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!



Anmeldeorganisation:

ID Wald GmbH in der Geschäftsstelle des Deutschen Forstvereins e.V.
Büsgenweg 1,  37077 Göttingen

Telefon  0551 / 379 62 65
Fax  0551 / 379 62 37
E-Mail:  info(at)naturhornseminar.de


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